Im Rahmen des Mentoring-Programms genderize arbeiten wir -
Mari Björkedal, Ulrike Fleschhut, Esther Hutfless, Barbara Maly, Regina Riebl und Rosa Winkler-Hermaden - an dem Projekt Frauen:Bilder.
Inhalt
Im öffentlichen Raum begegnen uns permanent Frauenbilder aus der Perspektive des männlich objektivierenden Blicks. Hier werden Frauen gemacht, anstatt sich selbst machen zu können, anstatt sich selbst denken und leben zu können.
Unser Projekt Frauenbilder - 6 Frauen, 6 Seiten versucht Frauen eine eigene Darstellungsweise wiederzugeben. Frauen sollen sich selbst jenseits von fremdbestimmten Rollenklischees und gesellschaftlichen Erwartungen in ihren unterschiedlichen, mitunter widersprüchlichen Rollen, Selbstzuschreibungen, Positionen, Identitäten zeigen können.
Es geht also nicht darum DAS Frauenbild in der Öffentlichkeit zu beleuchten, sondern Frauenbilder in die Öffentlichkeit zu bringen. Um der Weise des objektivierenden Blicks zu entgehen, setzt das Projekt auf die partizipative Mitwirkung der Frauen im Entstehungsprozess.
Interview & Shooting
In mit 6 Frauen geführten Interviews zum eigenen Frausein wurden für die Ausstellung jeweils 6 Aspekte, Identitäten und Rollen der einzelnen Frauen herausgearbeitet, wobei die unterschiedlichen Rollen oder Identitäten von den Frauen selbst benannt und charakterisiert wurden. Beim anschließenden Foto-Shooting wurde gemeinsam mit den Interviewpartnerinnen eine fotographische Darstellungsform für diese Aspekte entwickelt. Die Frauen bestimmten selbst die Art und Weise ihrer Darstellung, sie wählten die Darstellungsform und jene Fotos aus, mit denen sie sich in der Öffentlichkeit präsentieren wollen.
Der Würfel
Als Präsentationsrahmen für die Fotographien wurde die Form des Würfels gewählt. Jeder dieser Würfel symbolisiert die individuellen multiplen Identitäten. Der Würfel eröffnet insofern eine interessante Darstellungsform, als er nicht immer alles zeigt - eine Seite bleibt immer verdeckt. Er lässt sich drehen, auf den „Kopf stellen", er ermöglicht es jeweils unterschiedlichen Aspekten durch Sichtbarmachung und Verdeckung Bedeutung zu verleihen. All dies setzt die Interaktion der BesucherInnen mit den Würfeln voraus.
Die Ausstellung
Die Ergebnisse werden ein Monat lang im Institut für Freizeitpädagogik (IFP) zu sehen sein.
IFP, Albertgasse 35/II, 1080 Wien www.ifp.at
Vernissage am 14. November um 19 Uhr mit biofairem Buffet und Musik von DJ Funkemotor und Lotus ZZ (Klub Kohelet)
Laufzeit: 14. November bis 18. Dezember 2008
Einladung zum Download
Mit freundlicher Unterstützung der Bundesjugendvertretung, der STV Doktorat Gewi/Hus, und dem IFP - Institut für Freizeitpädagogik
Einige Bilder vom Making Of gibt es hier!