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Wir sind "Unschlagbar"!
Start der Kampagne „Unschlagbar" gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.
Im Vorfeld des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen hat die Bundesjugendvertretung (BJV) die Kampagne „Unschlagbar" gestartet.
„Mit dieser Kampagne wollen wir ein Jahr lang verstärkt auf das Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam machen und gleichzeitig auch ein Zeichen setzen: Der Erlös aus dem Verkauf von eigenen „Unschlagbar"-Taschen mit dem Kampagnensujet kommt eins zu eins der Frauenhelpline gegen Männergewalt zu Gute", erklärt Laura Schoch vom Frauenkomitee der Bundesjugendvertretung. „Es geht bei der Kampagne insbesondere darum, Bewusstsein unter jungen Menschen zu schaffen und junge Frauen unter dem Motto: „Wir sind unschlagbar!" zu bestärken."
Die BJV-Vorsitzende Magdalena Schwarz machte bei der Auftaktveranstaltung am 18.11.2010 darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Thema um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, das auf generellen strukturellen Benachteiligungen von Frauen basiert:
„Die Zahlen der Frauenhelpline sprechen für sich: Jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen, in mehr als 90 Prozent sind die eigenen vier Wände Tatort von Gewalt an Frauen und zehn Prozent aller Frauen erleben sexuelle Gewalt durch ihren Partner. Diese Statistiken zeigen klar auf, dass Gewalt gegen Mädchen und Frauen keinesfalls eine private Angelegenheit oder ein Einzelschicksal ist und hier dringender Handlungsbedarf besteht!"
Insgesamt 3163 Frauen und Kinder suchten im Jahr 2009 in den autonomen österreichischen Frauenhäusern Zuflucht. Die Unterstützung von Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen wie der Frauenhelpline gegen Männergewalt 0800/222 555 sei daher enorm wichtig.
Die Vorsitzende betont auch die fatalen Auswirkungen der geplanten Budgetkürzungen: „Sparen bei Familien trifft neben Kindern in erster Linie Mädchen und Frauen. Die meisten Alleinerziehenden sind Frauen, diese sind stärker von Armut und damit von der Kürzung der Familienbeihilfe betroffen. In finanziell angespannten Situationen steigt außerdem die Zahl von häuslicher Gewalt.
Das Thema ist also auf keinen Fall „auf bessere Zeiten" zu verschieben, sondern muss unmittelbar Beachtung finden. Hier braucht es sofort politische Gegenmaßnahmen", so Schwarz.








