EU-Youth Conference in Spanien
Bericht von Johanna Tradinik, österreichische Teilnehmerin:
Von 13. bis 15. April 2010 fand in Jerez de la Frontera in Südspanien das Youth Event der spanischen Ratspräsidentschaft statt, das ganz unter dem Thema „Youth Employment and Social Inclusion" stand. Für Österreich dabei: Helmut Spiessberger und ich.
Der erste Tag war der Ankunft und Eröffnung gewidmet, wobei wir gemeinsam mit einigen anderen Jugenddelegierten durch eine Panne seitens der Organisation leider sowohl die Eröffnung als auch ein Konzert zeitgenössischer Musik verpassten und erst zum Essen zu den anderen stießen. Bei Tapas und Sherry wurden alte Bekanntschaften aufgefrischt und neue geschlossen.
Am zweiten Tag stand dann die Arbeit in den Working Groups im Mittelpunkt. In diesen Gruppen diskutierten Jugendabgeordnete mit Abgeordneten der Jugendministerien über unterschiedliche Aspekte von Jugendarbeit und Jugendarbeitslosigkeit. Ziel war es, aktuelle Probleme und Bedürfnisse junger Menschen in Bezug auf dieses Thema aufzuzeigen und der europäischen Kommission mit den ausformulierten Feststellungen Ansatzpunkte für zukünftige Politik in die Hand zu geben. Leider war wie so oft auf derartigen Events die Arbeitszeit sehr knapp bemessen. Den Abschluss des Tages bildeten eine Reitvorführung der dort ansässigen Hofreitsschule (ein Abkömmling der Hofreitschule in Wien) und ein Dinner, bei dem leider auf die VegetarierInnen vergessen worden war.
Der dritte Tag war eigentlich nur mehr zur Hälfte ein Arbeitstag und das leider auch nur mehr oberflächlich und nicht mehr in den Arbeitsgruppen. Es ging dabei vor allem darum, inwieweit in den unterschiedlichen Ländern bereits mit der Umsetzung der neuen Jugendstrategie begonnen wurde. Nach diesem Arbeitsblock und einem Mittagessen war es schließlich Zeit für den Abschluss. Die Sprecher der Arbeitsgruppen präsentierten die Ergebnisse des Vortags, spanische Politiker und die Organisatoren kamen noch einmal zu Wort.
Am nächsten Tag hieß es dann wieder ab nach Wien, wobei wir wirklich Glück hatten und von der Vulkanaschewolke nicht beeinträchtigt wurden, während viele andere auf dem einen oder anderen Flughafen strandeten.
Leider war insgesamt die Arbeitszeit sehr beschränkt, zu den brennenden Themen der Jugendarbeit und -arbeitslosigkeit wurde nur einen Tag lang gearbeitet und es war nicht einmal Zeit für ein Feedback an die Leiter der Arbeitsgruppen eingeplant.
Trotz einer gewissen Konzeptlosigkeit der ganzen Veranstaltung ist der bleibende Eindruck jedoch ein positiver, vor allem der Menschen wegen, die ich kennen gelernt habe. Ein wichtiges Element derartiger Veranstaltungen ist eben auch der informelle Austausch, der mir persönlich mindestens ebenso viel gebracht hat wie die Arbeit in den Gruppen.
Eindrücke vom Event:

