Entsetzen über Mauthausen-Schändung
06.03.2010:
Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich zutiefst bestürzt über die erneute Schändung am Gelände des KZ Mauthausen: "Jetzt ist die Politik gefordert. Die Schmieraktion an einer Stätte der schlimmsten Verbrechen in unserer Geschichte darf nicht verharmlost werden", so BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi.
Es müsse jetzt alles daran gesetzt werden, die TäterInnen zur Verantwortung zu ziehen. Auch für die politischen AkteurInnen bestehe Handlungsbedarf: "Das politische Klima in unserem Land wird von einem seltsamen Geschichtsverständnis geprägt. Dass ein Bestehen des Verbotsgesetzes öffentlich hinterfragt wird und der antifaschistische Grundkonsens angezweifelt wird, ist ein Skandal und bildet den Nährboden für rechtsextreme Auswüchse in der Gesellschaft", zeigt sich El Batnigi empört.
Bereits letztes Jahr wurden die Außenmauern des ehemaligen KZ Mauthausen beschmiert - unter anderem mit dezidiert islamfeindlichen Parolen. Die BJV fordert daher, dass solchen Tendenzen endlich ein Riegel vorgeschoben wird. "Wir fordern alle politische RepräsentantInnen dazu auf, sich von rechtsextremem Gedankengut und islamfeindlichen Parolen deutlich abzugrenzen", so El Batnigi abschließend.

